Hessischer
Seglerverband e.V.






























*

Berichte der Seglerjugend von früheren Jahren finden Sie hier

 

Weitere externe Berichte finden Sie auch auf Opti Hessen (der HSeV ist für die Inhalte nicht verantwortlich)

Berichte Seglerjugend von 2017

06. September 2017

Training in Travemünde

Im Anschluss an die IDJM in Travemünde fand vom 30.07. bis 04.08. 2017 ein Training des HSeV statt für die Segler, die noch nicht an der Deutschen teilgenommen hatten. Das waren Theo Gnass, mein Bruder Konstantin von Holtum und ich, Leonard. Leider konnte Leon Dörflinger wegen einer Handverletzung nicht mitsegeln. Dafür hatten sich zwei Segelfreunde aus NRW angemeldet: Jan Gittinger und Josh Berktold, der sogar schon bei der deutschen Meisterschaft teilgenommen hatte und gerne noch mit uns trainieren wollte, denn schließlich lagen noch 4 Wochen Sommerferien vor ihm.

Bei unserer Ankunft am frühen Samstag Nachmittag herrschte noch reges Treiben, denn die letzte Wertungsfahrt war gerade beendet worden. Boote wurden verladen, Zelte abgebaut, Autos und Wohnmobile aus dem Schlamm gezogen, denn es hatte die ganze Woche viel geregnet, und wir suchten natürlich unsere Freunde Paul und Jesper. Am späten Nachmittag fand die Siegerehrung statt.

Sonntag Morgen hieß es dann für uns: Boote segelfertig machen und nach einer kurzen Besprechung ging es ab auf´s Wasser zum Einsegeln. An diesem Tag machten wir nur eine lange Trainingseinheit und die erste Wertungswettfahrt. Anschließend trafen wir uns alle am Bus unseres Trainers Reinhardt Linke zur ersten Besprechung. Den ausführlichen Trainingsplan hatten wir schon einige Tage zuvor bekommen. Reinhardt wollte mit uns insbesondere Wellentechnik sowie Taktik und Technik am Start üben, denn gerade wir Hessen sind das Segeln am Meer bei Wind und Welle noch nicht gewohnt. Da haben Josh, Theo und Jan schon weitaus mehr Erfahrung, da sie schon am Gardasee gesegelt sind.

Der nächste Tag begann für meinen Bruder und mich gleich mit etwas Ärger, denn – wir kamen zu spät! Vom Zimmer aus sahen wir zwar, dass schon ein Opti auf dem Wasser war, doch dass es zu unserer Gruppe gehörte, war irgendwie unvorstellbar, denn wir hatten 9.30 Uhr als Startzeit im Kopf.

Aber, wir können auch schnell sein, und so hatten wir kurze Zeit später die Anderen auf dem Wasser eingeholt. Der Tag lief für uns dann doch noch sehr gut, denn der Wettergott hatte Mitleid und schickte nur Leichtwind, sodass die WWF´s entsprechend günstig verliefen.

Dienstag war unser 12. Geburtstag und Reinhardt überraschte uns mit einem besonderen Geschenk: ein Kalender von der DGzRS (Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger). Da hatte Reinhardt genau ins Schwarze getroffen, denn ich bin ein großer Fan der Seenotretter und deren Schiffe. Nachdem wir ausführlich die Wetter- und Windverhältnisse des Tages studiert hatten und klar war, dass der Wind noch weniger als tags zuvor werden sollte, beschloss Reinhardt, den freien Nachmittag von Mittwoch vorzuziehen. So trainierten wir nur bis zum frühen Nachmittag und als Highlight durften wir alle mit der Banane fahren. Anschließend fuhren mein Bruder und ich zusammen mit Josh nach Lübeck und besichtigten das Holstentor, das eigentlich das „schiefe Tor zu Lübeck“ genannt werden müsste.

Die folgenden Tage frischte der Wind deutlich auf und nach der morgendlichen Theorieeinheit ging es zum Training, welches durch Wertungswettfahrten und Knackpunktregatten angereichert und immer spannender wurde. Für jeden Platz gab es unterschiedlich viele Knackpunkte, die man dann für Banane fahren einlösen konnte. Abends gingen wir oft in die Eck-Kneipe, wo es den besten Fisch an der ganzen Trave gab.

Leider kam der Freitag viel zu schnell und nach dem Abschlusstraining bei Sonnenschein und sehr gutem Wind hieß es: Boote verladen und Abschied nehmen.

Das Training hat uns allen sehr viel Spaß und Freude gemacht und wir haben ganz viel gelernt.

Vielen Dank an Reinhardt für die tolle Woche!

Leonard von Holtum

 

 

27. August 2017

Erfolgreiche Saison – Höhepunkte für Frankfurter EUROPE – Seglerin

Bereits zum zweiten Mal qualifizierte sich die für den Hanseatischen Segel Sport Club Frankfurt startende Katharina von Schleinitz direkt für die Weltmeisterschaft der ehemals olympischen Europe – Klasse. Durch eine Katharina von Schleinitz Fahrgemeinschaft mit dem Stuttgarter Simon Hüllenkremer wurden in diesem Jahr die logistischen Herausforderungen gemeistert und die Teilnahme erstmals möglich. Blanes an der Costa Brava war das Ziel für vier deutsche Seglerinnen und fünf Segler. Mit der Bronze – Medaille war Katharinas Trainer Fabian Kirchhoff (SV Hüde) erfolgreichster Deutscher, aber auch bei den Damen fuhren Tania Tammling (SVAOe) und Marisa Roch (Kieler YC) mit den Plätzen 6 und 7 hervorragende Ergebnisse ein. Naturgemäß taten sich die Newcomer in der Weltspitze schwerer. Insbesondere die ungewohnte Welle begünstigte die Spanier und Skandinavier, die stets unter solchen Bedingungen trainieren und kämpfen. Bei anfangs starken Winden konnte Katharina im 54 Boote starken Damenfeld mit Plätzen in den Vierzigern zufrieden sein. Mit abnehmendem Wind wurde für sie der Größen- und Gewichtsnachteil egalisiert, die Ergebnisse lagen in den Dreißigern. Dass da mehr geht, zeigte die Frankfurterin im letzten Lauf, als sie sich mit einem mutigeren Startverhalten mit Platz 7 belohnte. Platz 42 im sehr starken Gesamtklassement lag deutlich über Erwartung.

Auf das Vortraining zur IDJM wurde dieses Jahr bewusst verzichtet, damit wenigstens eine segelfreie Woche zwischen den zwei Veranstaltungen lag. Da es sich bei der diesjährigen IDJM in Travemünde um eine Deutsche Jugend Meisterschaft aller Jugendboot – Klassen handelte, wurde diese Woche dazu genutzt, alte Freundschaften mit Seglern im 420er und 29er, im Laser und auch noch im Opti ausgiebig zu feiern. Travemünde bot, wie ja schon in vielen Berichten zu lesen war, von Stark- bis Schwachwind alles. Katharinas Ziel war eine TOP – 10 Platzierung in der Gesamtwertung, da hier – anders als bei Deutscher -, Europa- und Weltmeisterschaft – Jungs und Mädels in einer Startgruppe segeln. Am letzten Tag lag das Ziel erreichbar vor der 18 jährigen, aber alles war offen. Die letzte Wettfahrt wurde planmäßig auf die SAP – TV Bahn verlegt und so konnte das Geschehen – hervorragend von Katharinas Teamchef Thomas Schrader (SV Hüde) kommentiert – von jedem beobachtet werden. Katharina behielt auch in diesem Lauf die Nerven und sicherte sich insgesamt den 9. Platz sowie Platz 1 in der Mädels-Wertung. Den Titel „Deutscher Jugendmeister in der Europe – Klasse“ ersegelte sich Robert Zink (Segelclub Stevertalsperre), der ebenfalls bei dem Europe Team Niedersachsen beim SV Hüde am Dümmer trainiert.

Die sich anschließende Urlaubswoche führte über Gent (BEL), die Küste am Ärmelkanal langsam nach Biscarrosse, in Frankreich 100 km südlich von Bordeaux gelegen. Aber nicht der Atlantik war das Ziel, sondern der Lac de Biscarrosse et de Parentis, auf dem die diesjährige Jugend Europa Meisterschaft ausgetragen wurde. Bereits das Vortraining – und die zeitgleich ausgetragene Meisterschaft der Masters – offenbarte die Tücken des Binnensees. Keine Wolke am Himmel und plötzlich auftretende starke Böen und Winddreher brachten selbst erfahrenste Segler zur Verzweiflung. Das abendliche Gespräch: rechts ging nicht, rechts ging nur, wer durch die Mitte segelte war verloren, außer bei dem Segler, der auf einmal von ganz hinten nach ganz vorne fuhr, links stand ich, links war das Beste. Und so ging es in die Meisterschaft. Das Beste vorab: kein Start vor 14:00 Uhr, außer man musste Läufe nachholen – und war vorher der Wind eigentlich nicht doch besser? Mit der Wettfahrtleitung wollte keiner tauschen. Nachdem Katharina in den letzten Jahren im „hinteren Mittelfeld“ segelte, waren die Ziele für dieses Jahr anspruchsvoller. Die Plätze 14 – 22 im leider nur 31 Boote starken Feld der Mädels lagen innerhalb dieser Erwartungen. Aber bereits am dritten Tag kam die Frankfurterin zunehmend besser mit den schwierigen Bedingungen klar. Die nächsten fünf Läufe war sie ganz vorne dabei und ersegelte nur Platzierungen zwischen 4 und 6. Damit war ein TOP – 10 im Gesamtergebnis möglich, wäre da nicht noch der 10. und letzte Lauf gewesen. Dass dieser durchgezogen wurde, damit rechnete keiner, schon gar nicht der Wind. Die Jungs übten Starten und reduzierten auf diese Weise ihre Konkurrenz um 18 BFDs, die Mädels blieben minutenlang bewegungslos liegen. Als ob man auf das Abbruchsignal wartete, das aber nicht kam. Dann setzte ein Hauch von Wind ein, aber wie war das doch gleich mit links, rechts und der Mitte? Katharina war rechts, der Wind war links, aber warum eigentlich? Wenige Minuten vorher war er doch klar rechts und es war keine Wolke am Himmel. Platz 20 war der zweite Streicher. Nachdem die Enttäuschung – die auch so manchen anderen Segler sichtbar anzumerken war – überwunden war, überwog die Freude über dieses vorher nicht erwartete gute Ergebnis. Dominiert hatten wieder die Schweden, Finnen, Dänen und Spanier. Platz 10 ging an Frankreich und Katharina holte für Deutschland Platz 11.

Und wie geht’s jetzt weiter? Erst einmal 2 Wochen segelfrei, dann geht’s nach Oostende zur belgischen Meisterschaft. Mit Strömung – kennen wir ja als Mainsegler – und Tide – haben wir auch, wenn in Offenbach die Schleuse geöffnet wird.

 

 

09. August 2017

Kadertraining Travemünde 15. bis 18.6.2017

von Theo Gnass

Tag 1:

Stau, Stau und nochmals Stau. Na ja, was soll’s, wir sind jetzt nach gefühlten 10 Stunden endlich da und werden am nächsten Morgen von fröhlichen Möwen begrüßt. Um die Ecke haben wir einen ziemlich guten Bäcker aufgetrieben, so haben wir schon mal das Frühstück für die nächsten Tage gesichert. Perfekt.

Dann ging es aufs Wasser. Ich bin das erste Mal in Travemünde gesegelt. Mein Fazit: cooles Revier mit guter Lage und ordentlich Wind. (Wobei ich Warnemünde besser finde, aber im Vergleich zu den Hessischen Pfützen...davon müssen wir gar nicht erst anfangen.)

Der Wind ließ Donnerstags leider dann doch etwas auf sich warten. Umso besser war die abendliche Bootstaufe, denn das neue Motorboot vom HSeV kam nicht zu kurz und wurde mit einer tollen Rede von Linn getauft. Sekt gab es natürlich auch, wovon wir Kinder leider nichts trinken durften. Danach aßen wir im Restaurant Marina; lecker war’s. Nach dem Essen sind wir alle wieder unserer Wege gegangen. Reinhard und ich bliesen noch die niegelnagelneue Banane auf, mit der wir dann später noch Spaß haben werden. Dann hieß es nach einem langen Tag: gute Nacht!

Tag 2:

9:30 Besprechung, da hat man wenigstens Zeit auszuschlafen. Nachdem die Boote aufgebaut waren, sind wir aufs Wasser gegangen. In der Bucht war erst mal unattraktiver Wind, doch als wir weiter draußen waren blies der Wind wie angesagt. Mit bis zu 30 Knoten Wind sind wir dann übers Wasser geheizt. Spaß hat das gemacht und anstrengend war es auch, aber ich glaube jeder kam auf seine Kosten. Nach der Mittagspause haben wir dann noch mit den Optis und Open Bics vom LYC trainiert.

Als wir vom Wasser kamen, haben wir die Boote abgebaut und sind zu Leon und Jesper gegangen um America’s Cup zu schauen. Leider haben wir uns mit dem Datum vertan und deshalb nur eine Wiederholung gesehen. Aber auch die war für mich sehr spannend, denn ich hatte in diesem Jahr noch gar nicht America’s Cup geschaut. Danach haben wir ausgemacht, dass wir am Samstag grillen und endlich den America’s Cup live verfolgen wollen.

Tag 3:

Das Frühstück war sehr lecker, wie immer vom Bäcker um die Ecke. Als wir es vertilgt hatten, ging es dann endlich raus. Der Wind war nicht wenig; bei vielen Schaumkronen übten wir das Manöverdreieck und segelten Wettfahrten. Als wir vom Wasser kamen, haben wir die Boote abgebaut und sind danach mit der Banane raus gefahren. Das hat ganz schön Spaß gemacht und jeder wurde ordentlich durchgeschüttelt. Dann sind wir mit der Banane wieder rein gepaddelt und haben wie jeden Tag auf Reinhard gewartet. Denn der Hafen, in dem das Motorboot lag, war ein Stück entfernt und in der Trave darf man nur 6 km/h fahren. Das hat das Ganze dann etwas hinaus gezögert.

So sind wir dann zu Leon gegangen, haben lecker gegrillt, America’s Cup geschaut und Spaß gehabt. Leider konnten Konstantin und Leonard nicht kommen. Dann, als alle fertig gegessen hatten und satt waren, sind wir wieder nach Hause gegangen.

Tag 4:

Augen auf, Augen zu, Augen auf, gähnen, aufstehen. Das ist so ziemlich die Morgenroutine eines jeden Seglers. Na ja, dann jedenfalls haben wir unsere Besprechung gemacht und Wind und Wetter besprochen. Als wir die Boote aufgebaut hatten und Reinhard Richtung Hafen geradelt ist, sind wir aufs Wasser gegangen. Bei flautigem Wind sind wir dann Matchraces gesegelt.

Ergebnisse: Konstantin, Leon vs. Leonhardt 2:0. Konstantin, Leon vs. Theo 1:0. Jesper vs. Theo 0:2. Anschließend sind wir nach Hause gefahren, denn alle hatten noch einen langen Rückweg vor sich.

Und vor allem, Danke an Reinhard, der uns dieses tolle Training ermöglicht hat!

 

 

27. April 2017

Portoroz 2017

Nach über 10 Stunden Autofahrt sahen wir das auf das wir uns lange gefreut hatten – das Mittelmeer. Als erstes schauten wir uns unsere Unterkünfte an, wo wir die kommenden 11 Tage übernachten würden. Später luden wir die Boote ab, um direkt am Folgetag segeln gehen zu können. Als wir am nächsten Morgen aufstanden: traumhaft schönes Meer, leichter Wind und Sonne mit über 20 Grad. Erstmal wurden wir in die Trainingsgruppen eingeteilt und lernten unsere „Gegner“ kennen: alle aus verschiedenen Ländern wie Malta, Österreich, Italien, Türkei, Slowenien, Serbien, Slowakei, Kroatien und der hessische Optikader mit Trainer Reinhard Linke und Eltern beim verdientem Eis Deutschland – insgesamt rund 500 Boote. Wir waren schon am ersten Segeltag 7 Stunden auf dem Wasser. Und weil wir noch nicht genug hatten, trafen sich ein Teil der Hessen später noch im Schwimmbad. Am zweiten Tag ging es schon um 7:30h mit Frühsport los und dann galt es um 10:30 segelfertig am Club zu sein, bis 17h trainierten wir auf dem Wasser und trafen uns dann wieder nach dem Segeln. So verliefen auch die kommenden 3 Tage und alle waren dann am Ende und freuten sich auf den sogenannten lay day: kein Frühsport, kein Segeln, mal kein Stress. Am Nachmittag machten wir alle gemeinsam einen Ausflug nach Piran, einer kleinen schönen Stadt neben Portoroz. Später besprachen wir die Segelanweisung. Kurz vor dem Abendessen hörte ich auf dem Meer laute Platscher. Ich ging auf den Balkon und sah mehrmals einen riesigen Thunfisch springen.

Am Freitag war der erste Regattatag. Wir waren alle sehr gespannt, wie es laufen würde. Ein harter Kampf stand uns bevor – 120 Boote in einer Gruppe. Als alle mit den Wettfahrten fertig waren, erzählten wir uns direkt wie es gelaufen war. Am zweiten Regattatag segelten wir bei Regen und leichtem Wind raus. Plötzlich blitzte und donnerte es und ein Gewitter zog auf. Das Chaos brach aus und alle wurden schnellstmöglich in den Hafen geschleppt. Leider schlief dann auch der Wind ein und wir brachten keine Wettfahrt zustande. Als Entschädigung gingen wir alle zusammen zum Abendessen und gönnten und frischen Fisch, Muscheln und leckeres Eis. Sonntag war nochmals ein großer Tag. Es war wieder schönes Wetter und guter Wind.

Nach der Regatta packten wir die Boote zusammen und verabschiedeten uns von allen. Wir freuen uns schon auf das nächste Wiedersehen und würden auch gerne wieder nach Portoroz kommen.

Jesper Fleischer

 

 

25. März 2017

Der Schatz im Silbersee

Am 18. Und 19.3. fand die 11. Einhand-Regatta auf dem Silbersee in Bobenheim-Roxheim statt. Da den letzten Jahren diese Ranglistenregatta für Laser, Laser Radial, Laser 4.7, Seggerling und OK Jolle nur selten stattfand, stand sie dieses Jahr schon auf der „Streichliste“. Umso mehr freute es uns, dass auch die hessischen Lasersegler inkl. unserem hessischen Laser Kader (der eigentlich mal ein Wochenende frei hatte) sich meldeten, Werbung im Saarland und der Pfalz machten, und mit dem gemeinsamen Einsatz tatsächlich für alle 5 Klassen eine Ranglistenregatta zustande kam.

Die hessische Gruppe: v.li. Carl Herrmann, Max Hedtke, Felix Laukhardt, Maximilian Behrens, Jennifer Weißenberger, Emily Strohfeld. Nachdem die Wettervorhersage sehr gut war, bangten die Lasersegler in der letzten Woche, dass sich diese nicht mehr ändert. Tatsächlich erwarteten uns zwar keine sonnigen aber dafür trockene und windige Tage am Silbersee. 4-5 Beaufort mit ordentlichen Böen jagten über das Wasser. Die Lasergruppe um Trainer Thomas Laukhardt traf sich bereits früh um sich mit dem unbekannten Silbersee anzufreunden. Dies gelang allen ganz gut.

Um die Startphase kurz zu halten wurde in drei Gruppen gestartet. Laser Standard und Radial, OK-Jolle und Seggerling und zu guter Letzt Laser 4.7.

Vier Wettfahrten wurden gesegelt, wobei die Wettfahrtleitung die erste Wettfahrt im Nachhinein annullierte. Leider gingen dabei unseren Seglern auch ein paar super Plätze flöten. Die hessischen 4.7-Segler Emily Strohfeldt, Jennifer Weißenberger und Maximilian Behrens konnten sich sehr schnell einen großen Abstand zum Hauptfeld verschaffen. Geschickt wurden mit lautstarken Argumenten und wilden Gesten die Mitsegler und die Segler der anderen Bootklassen an die Ausweichregeln erinnert. Souverän zeigte Felix Laukhardt den anderen Radialseglern den Weg und fuhr sozusagen „Start-Ziel-Siege“ ein.

Vom Beobachtungshügel, der eine perfekte Sicht auf das Regattafeld zuließ, konnte sich Thomas Laukhardt einen guten Überblick verschaffen und bereits erste Trainingsmaßnahmen für den Gardasee identifizieren.

Hier die Ergebnisse unserer Hessen:

Laser Radial: 1. Felix Laukhardt, 14. Max Hedtke

Laser 4.7: 2. Maximilian Behrens, 3. Jennifer Weißenberger, 4. Emily Strohfeld, 6. Carl Ferdinand Herrmann

Den Schatz vom Silbersee haben wir mit den Plätzen 1, 2 und 3 in Form von drei Einkaufs-Gutscheinen mit nach Hessen gebracht.

Wir danken den ausrichtenden Vereinen, die diese Herausforderung der vielen Meldungen annahmen und nach einer holprigen 1. Wettfahrt alles im Griff hatten.

Jennifer Weißenberger (GER 206246)

 

 

25. März 2017

Saisonbeginn 2017

Während des Winters durch drei anstrengende Fitnesswochenenden fit gemacht und die ersten zwei Trainings absolviert, gelang mir ein erfolgreicher Saisonstart 2017.

Segeln findet nicht nur nahezu das gesamte Jahr auf dem Wasser statt, ein Segler wird im Winter gemacht! Nach diesem Motto wurde den gesamten Winter Felix Laukhardt intensiv an Kondition und Theoriewissen gearbeitet. Überprüft wurde all das an insgesamt drei, über den Winter verteilten, Fitnesswochenenden des niedersächsischen Landeskaders. Man unterzog sich an jedem dieser Wochenenden mehreren Prüfungen, sodass ein Gesamtranking aller teilnehmenden, insgesamt mehr als 60 Sportlern verschiedener Bootsklassen entstand. Mit Rang 2 des Gesamtrankings bin ich bestens auf die kommende Saison vorbereitet.

Den ersten Feinschliff auf dem Wasser gab es dann an den ersten beiden Märzwochenenden. Mit Sondergenehmigungen trainierten wir auf dem, zu dieser Zeit offiziell mit Befahrensverbot ausgeschriebenen, Steinhuder Meer.

Bei unterschiedlichsten Windbedingungen, die sowohl in Stärke, als auch Konstanz nahezu das gesamte Spektrum abdeckten, bekamen wir nach der längeren Winterpause wieder ein Gefühl für unser Boot und frischten das zum Jahresende Gelernte auf, sodass wir dort ansetzen konnten, um uns weiter zu verbessern.

Am Wochenende darauf ging es auch schon mit der ersten Regatta der Saison weiter. Sie fand in Bobenheim-Roxheim in Rheinland-Pfalz statt und sollte als Übung dienen, das Gelernte in die Praxis umzusetzen, sowie um einen ersten Anhaltspunkt für die kommende Saison zu liefern.

Mit drei Wettfahrtsiegen in drei gesegelten Wettfahrten wurde mein Arbeitsaufwand im Winter bestätigt und ich kann mit gutem Gewissen der kommenden Saison entgegen sehen.

Ich schaue ebenfalls voller Vorfreude dem großen Trainingsblock am Gardasee über Ostern entgegen, wo ich endgültig fit für die Saison gemacht werde, in der als Höhepunkte die IDJM und die Jugend-WM im Sommer, mit Vorbereitungsregatten wie der Kieler Woche und der YES-Regatta, anstehen.

Felix Laukhardt; GER 207334

 

 

15. März 2017

Mein Umstieg vom Opti in den Laser !

Der Schweriner Herbstpokal 2016 sollte meine letzte Regatta im Opti werden.

Aber im letzten Sommer machte ich einen kräftigen Schuss, somit gab es eine Planänderung und alles ging Schlag auf Schlag!

Glücklicherweise bot meine Opti -Trainingsgruppe (Sailingteam HaWei) im letzten Herbst einige Trainingseinheiten in Thüringen für Umsteiger in den Laser an. Und Matthias Sator stellte mir kurzfristig seinen Laser zur Verfügung. Zusätzlich einige Wassertage auf dem Schweriner See … und ich startete beim Schweriner Herbstpokal in Laser 4.7. Zu meinem 8. Platz (bei 45 Teilnehmer) trug auch der schwache Wind bei.

Nach der Zeit im Opti-Kader berief mich im Spätherbst der HSeV in den Laser- Steinhuder Meer Kader. Da derzeit eine Kooperation mit dem Niedersächsischen Landesverband besteht, traininieren die hessischen mit den niedersächsischen Kaderseglern. Bei den monatlichen Fitnesswochenenden am Dümmer überprüften wir unseren Leistungsstand. Mit unserem Trainer Fabian Kirchhoff, dem niedersächsischen Laser-Landestrainer, erarbeiteten wir einen Trainingsplan, um in den Wintermonaten Kondition und Kraft aufzubauen.

Nach diesen Monaten freute ich mich wieder auf die Segeleinheiten. An den beiden ersten März - Wochenenden war es dann so weit, es ging auf's Steinhuder Meer. Mit etwa 20 Laser-Seglern, davon sechs im 4.7, bildeten wir eine tolle Gruppe. Ordentlicher Wind mit kräftigen Drehern brachte uns hervorragende Trainingsbedingungen. Jetzt können wir in die Regatta-Saison starten.

Zur ersten Regatta treffen wir uns am kommenden Wochenende am Silbersee bei Frankenthal.

Maximilian Behrens ORV-S