Hessischer
Seglerverband e.V.








































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Berichte der Seglerjugend von früheren Jahren finden Sie hier

 

Weitere externe Berichte finden Sie auch auf Opti Hessen (der HSeV ist für die Inhalte nicht verantwortlich)

Berichte Seglerjugend von 2017

 

Die neue Teambekleidung "SEGELTEAM HESSEN" wurde im Rahmen des "Hessischen Jugendseglertags" vorgestellt. Ziel: Alle Regattasegler aus Hessen sollen sich auf Regatten wiederfinden und erkennen. Die vorläufige Vorstellung siehe hier:

Bekleidung

Ab Januar 2018 ist eine Überarbeitung (Bilder, Bestellprozess, verfügbare Größen, etc.) geplant.

 

 

22. November 2017

J70 Training 28./29.10.2017 am Möhnesee

Die J70 ist das Boot auf dem die Deutsche Segelbundesliga der Vereine ausgesegelt wird.

Zusätzlich zu den zwei Bundesligen existiert seit zwei Jahren nun auch die Junioren Segel Liga nach ähnlichem Konzept, bei der Junioren (16-21 Jahre) in Vereinsteams auf verschiedenen Events gegeneinander antreten und in einem Finalevent den Deutschen Juniorenmeister aussegeln.

Das Team: Valentino Branca, Markus Heinbücher, Adrian Ritzheim und Benedikt Walkenbach. Am Möhnesee gibt es die Möglichkeit auf J70 zu segeln und ein professionelles Training zu absolvieren, für einen vergleichsweise sehr günstigen Preis. Möglich macht dies die Heinz-Nixdorf-Academy am Möhnesee mit Trainer Joachim Hellmich.

Nachdem ich, Markus Heinbücher, dieses Trainingszentrum als Ansprechpartner des HSeV bereits im Frühjahr besucht und an einem Wochenend-Training teilgenommen hatte, brachte ich nun drei weitere motivierte Junioren aus meinem Verein, dem WSV-Langen, mit.

Zwei von diesen werden nun kurz ihre Eindrücke schildern und einen kurzen Einblick in Boot und Training geben.

„Endlich mal wieder Steuern, mit dem Gedanken freute Ich mich auf ein windiges Wochenende, nachdem eine erfolgreiche Saison im Korsar als Vorschoter zu Ende ging.

So durfte diesmal Markus Heinbücher, seines Zeichens normalerweise Kapitän unseres Korsars, mit zwei weiteren Jugendtrainern unseres Vereins den Job der Ganz schön schnell Crew ausüben. Damit waren die Positionen gesetzt, Valentino Branca an vorderster Stelle, der die Böen ansagte, dann Adrian Ritzheim, zuständig für Fock und Bergemanöver, und mein Steuermann ausnahmsweise am Gennaker.

Traumhafte Wetterbedingungen bei bis zu 35kn Wind sorgten insbesondere dafür, dass bei Niemanden Langeweile aufkam.

Gerade für mich als Steuermann blieb dabei kaum Zeit zu atmen. So hatte man auf der Kreuz alle Hände voll zu tun, das Boot in konstanter Neigung zu halten und den Druck aus den mächtigen Böen zu nehmen. Segeln mit Kiel und Neigung... im Gegensatz zur Jolle eine völlig neue Erfahrung.

Dienlich dafür war die ständige Arbeit mit Traveller und Ruder, ansonsten hieß es Depowern wo man nur konnte.

Auf dem Vorwind entspannte sich die Lage sogar ein wenig, auch wenn das Boot nun in voller Gleitfahrt den See hinunterschoss, brachte dies Stabilität und ähnelte steuertechnisch altbewährtem Jollensegeln auf Halbwind.

Dennoch eine Mords Gaudi für jeden, Naturgewalten so hautnah erleben zu dürfen.

Insgesamt ein interessantes und abwechslungsreiches Wochenende, bei dem eine Menge Neues zum J70 segeln gelernt werden konnte.

Ich freue mich schon auf die kommende Saison, mit ein paar weiteren Abenteuern am Steuer.“

Benedikt Walkembach

„Das war definitiv mal was anderes mit 4 Leuten auf einem Boot. Für mich war es auf jeden Fall eine völlig neue Erfahrung plötzlich drei, statt nur einen Teamkollegen an Bord zu haben!

Aufgrund heftiger Windbedingungen, wurde uns auch klar, wie körperlich und geistig anspruchsvoll das Segeln auf der J70 sein kann. Doch nach einem leckeren, warmen Mittagessen kehrten wir gestärkt auf die Trainingsbahn zurück.

Ein ungewohntes Gefühl war es auch, auf einem Boot zu sitzen, welches sich bei diesem Wind gerne einmal komplett auf die Seite legt und du als Teil der Crew mehr oder weniger machtlos dagegen bist.

Du sitzt auf der Außenkante des Schiffes, Mann neben Mann und versuchst während des Ausreitens jeglicher Krängung entgegenzuwirken, bis der Anblick des Kieles aus dem Augenwinkel verschwindet und die rasante Fahrt weitergeht.

Der beste Moment war jedoch nach dem Umfahren der Luv-Tonne gemeinsam den Gennaker zu setzen. Noch kurz die nächste Böe anzählen, dann mit der G70 los zu gleiten!“

Adrian Ritzheim

Wir hatten an diesem Wochenende zwei Trainingspartner. Obwohl diese Teams schon die Saison zusammen gesegelt sind und einiges an Erfahrung mitbrachten, konnten wir nach einer kurzen Einsegelphase, in der wir die Manöver übten, schnell mithalten und sogar Wettfahrtsiege verbuchen.

Das Boot ist vom Handling nicht kompliziert, die Manöver sind schnell verinnerlicht, einzig beim Steuern muss man sich umgewöhnen, wenn man vorher nur Jolle gesegelt ist.

Wie in den zwei Berichten schon beschrieben, verbrachten wir ein unvergleichliches Wochenende an der Möhne. Das Boot hat ein extrem hohes Speedpotenzial, eine Böe genügt um es ins Gleiten zu versetzen. Durch das Training mit Joachim Hellmich bei der Heinz-Nixdorf-Academy haben wir eine Menge dazugelernt. Das Segeln zu viert auf diesem Boot macht super viel Spaß. Man muss dazu sagen, dass wir vier alle erfahrene Regattasegler sind und somit schon mit großem Vorwissen zum Segeln anreisten.

Die J70 gesegelt waren bisher allerdings nur Benedikt und ich jeweils einen Tag bei Leichtwind.

Selbst bei Starkwind ist dieses Boot also schnell zu beherrschen und verspricht viel Freude.

Wir als Team wollen nächstes Jahr auf jeden Fall noch einmal zum Trainieren an die Möhne und dann auch die Junioren Segel Liga mitsegeln.

Wir würden uns freuen, wenn wir noch weitere Teams aus Hessen dazu begeistern könnten.

Auf dem Hessischen Jugendseglertag in Schotten werden wir auch anwesend sein und stehen natürlich für Fragen zur Verfügung.

Link zum Trainingszentrum mit Informationen zur J70 und zum Format

 

 

10. November 2017

Opti-Training am Garadasee von 01.-05.11.2017

Vor einiger Zeit hatte ich mich zum Herbst-Training bei George Blaschkiewitz angemeldet. Da vorab die Halloween-Regatta dort stattfand, hatte ich mich auch gleich ganz motiviert zur Regattateilnahme angemeldet.

Wer konnte wissen, dass ich mir - praktisch am Tag der Abreise - eine üble Bronchitis einfangen würde …

Der Weg zu viert in einem Auto war lang… daher war bis zum Gardasee meine ganze Familie infiziert, was unumgänglich dazu geführt hatte, dass wir die ersten Tage – mit kurzer Unterbrechung – in unseren Hotelzimmerbetten verbracht haben.

Am zweiten Regattatag wollte ich so gern segeln und habe es geschafft, den Tag mit vier Läufen zu überstehen, um dann am Abend mit Fieber und Schüttelfrost komplett flach zu liegen.

Somit habe ich dann erst ab dem zweiten Trainingstag bei George mitmachen Optitraining am Gardasee können. Treffpunkt war im Club Circolo Vela Torbole segelfertig um 09.00 Uhr. Zusammen waren wir 14 Teilnehmer. Nach Besprechung im Presseraum des Clubs gingen wir bei schönem Wind raus auf den Gardasee. Die Sonne kam auch schon durch und wir haben Startübungen und Kreuztaktiken geübt. Mittags gingen wir an Land und hatten Pause, um etwas zu essen, was ich nicht getan habe, da ich durch die dauernde Husterei keinerlei Hunger hatte. Nach der Mittagsbesprechung sind wir wieder raus, um bis um fünf Uhr das Geübte bei Trainingsregatten anzuwenden.

Drei Tage haben wir so jeweils den ganzen Tag auf dem Gardasee verbracht. Das Wetter war schön, aber der Wind eisig und das Wasser war auch nicht mehr so warm. Es war guter Wind (bis Stärke 4) und auch mal ganz wenig, aber wir hatten immer angepasst etwas zu üben (Rollwenden und speed fahren etc.). Oft waren wir am Nachmittag die letzten Segler, die noch auf dem See waren – ob im Nebel oder bei Sonnenuntergang -

Am Sonntag, dem letzten Trainingstag, waren viele schon abgereist und wir waren noch zu fünft in der Gruppe. Es war super windig als wir rausgegangen sind, aber dann kam Regen und es flaute ab. Wir haben mit zwei italienischen Trainingsgruppen Spaß-Regatten gesegelt, während es sich eingeregnet hatte und wir das Wasser nicht von der Welle ins Boot bekommen hatten, sondern dauerhaft von oben. Dem Wetter trotzend blieben wir bis um zwei Uhr draußen, waren bald aber die Einzigen, die sich im Nebel auf dem See getummelt haben.

Leon Dörflinger, GER 11100

 

 

05. November 2017

Regattabericht vom Herbstpokal in Schwerin 2017

Konstantin von Holtum

Viel Nebel, teilweise Regen, das sah nicht gut aus. In Schwerin angekommen konnten wir noch die Boote abladen und den Hänger wegstellen, bevor es begann, wie aus Eimern zu schütten. Leider traf es Björn und seine Mutter besonders, denn sie waren klatschnass, als wir uns zusammen mit Reinhard in einer Pizzeria trafen. Wir konnten durch eine Glasscheibe den Köchen zusehen. Rückkehr nach dem Training in Warnemünde Es schmeckte köstlich, aber leider war mein Magen verstimmt, sodass ich vor dem Restaurant auf einem Stuhl wartete, bis alle wieder herauskamen.

Am nächsten Morgen riggten wir unsere Boote auf. Zur Vorbesprechung kamen dann auch Björn, Paul, Martin, Theo und Jesper, denen es schon in den Fingern juckte, endlich auf`s Wasser zu gehen. Wir besprachen dann noch einmal die wichtigsten Punkte, bevor wir aufgeregt ablegten. Auf dem Wasser checkten wir dann die Seiten ab und segelten selbstständig Speedvergleiche – wir waren alle fast gleich schnell! Also: Alles perfekt!

Die erste Wettfahrt begann: Paul, Jesper, Björn und Martin waren „die Roten“ und starteten zuerst, während es Theo, Leonard und mich in die blaue Gruppe verschlagen hatte. Wir hatten nur einen mittelguten Start, aus dem Leonard und insbesondere Theo noch eine tolle Wettfahrt machten. An der Luvtonne waren die beiden schon top 15 und Theo segelte den Rest der Wettfahrt so genial, dass er sensationell den 3. Platz ins Ziel segelte. Alle Achtung! Toll gemacht! Doch auch Leonard und ich waren im ersten Drittel und mit unseren Ergebnissen sehr zufrieden, denn schließlich war es unsere zweite große, internationale Regatta. Nach vier Wettfahrten, die leider Jesper, Paul und Björn ein BFD eingebrockt hatten, stand es fest: Paul, Jesper, Björn, Theo und Leonard hatten sich für das Goldfleet qualifiziert, während ich das Pech hatte, es um drei Plätze zu verfehlen. Trotzdem war ich sehr glücklich, denn ich hatte durchgehalten, obwohl mein Magen immer noch Alarm meldete. Aber so war Martin nicht alleine im Siberfleet. Nach diesem anstrengenden Tag gingen wir früh ins Bett, damit wir am nächsten Tag richtig durchstarten konnten.

Bei der Vorbesprechung meinte Leonard, dass sein Speed langsam und ungewöhnlich sei. Doch auf dem Wasser fand Reinhard schnell den Übeltäter: das Unterlieg. Leonard hatte es viel zu festgezogen, sodass ihm die ganze Zeit bei wenig Wind die Strömung abriss. Auch bei den anderen verbesserte Reinhard noch kleine Dinge am Trimm, sodass wir alle bestens gelaunt und mit schnellen Booten in die letzten beiden Rennen der Regatta starteten. Das war Jespers Tag: Sensationell und flink hatte er sich nach dem Start unter die Top 15 eingereiht. Auch auf dem Vorwind war er unschlagbar, sodass er noch einige Plätze aufholen konnte. Genial gemacht! Das nenne ich ein großes Vorbild. Ebenso Paul: er konnte durch sehr gutes und taktisches Segeln noch richtig gut punkten. Spitze!

In der Silbergruppe wollten Martin und ich auch mal zeigen, was wir können. In der zweiten Wettfahrt schaffte ich es sogar, an der Luvtonne mit weitem Abstand an Position 1 zu sein. Doch dann segelte ich gegen den rechts kommenden Dreher, sodass ich „nur“ als Dritter ins Ziel kam. Alle segelten dann (so schnell es die Flaute erlaubte) an Land und wir erfreuten uns dort an warmen Nudeln mit Hackfleischsoße, bevor wir umgezogen zur Nachbesprechung eilten. Dort lobte uns Reinhard sehr, machte uns aber auch auf taktische Fehler aufmerksam, die wir begangen hatten. Ich denke, dass jeder bei der nächsten Regatta darauf achten wird!

Ich glaube, wir waren alle zufrieden mit unseren Platzierungen. Die Woche hat uns sehr viel Spaß gemacht und wir haben ganz viel gelernt! Wir sind eine tolle Mannschaft und freuen uns schon auf unser nächstes Training. Unser Ziel: Hessen vorn am Gardasee!

Ganz besonders möchte ich mich bei Reinhard bedanken, ohne den das Training in Travemünde und die Regattabetreuung in Schwerin niemals möglich gewesen wäre!

Vielen Dank von uns allen!

Konstantin

 

 

05. November 2017

Kadertraining Warnemünde vom 15. – 20.10.2017

Bericht von Konstantin von Holtum

Endlich Samstag – Start Richtung Norden ans Meer – wir freuten uns schon sehr auf das Treffen mit Reinhard, unserem Trainer, Jesper, Theo und insbesondere Paul und Björn, die mit uns trainieren wollen. Die Fahrt bis Hamburg verging wie im Flug mit Lesen und spannenden Cds, doch dann – oh nein: Stau – 15km. Endlich, gegen 18.00 Uhr, erreichte unsere Familienkutsche die Autobahnausfahrt Rostock-Warnemünde und kurze Zeit später fuhren wir durch das Clubtor des WSC. Rasch war abgeladen und wir vergewisserten uns, ob der Seenotkreuzer Arkona mit seinem Tochterboot Caspar noch vor Ort war. Man weiß ja nie ….

Am Morgen begrüßte uns strahlender Sonnenschein. Unser erster Trainingstag startete nach kurzer Vorbesprechung mit dem Auskundschaften der Von links nach rechts: Reinhard, Konstantin v. Holtum, Jesper Fleischer, Theo Gnass,  Björn Fischer (hinten) Leonard v. Holtum (vorn), Paul Strohfeld und Martin Erdmann, Windverhältnisse mit unserem nagelneuen Motorboot. Bilanz: wenig Wind, etwas Strömung - enttäuschte Gesichter. Jetzt waren wir doch extra ans Meer gekommen, um große Wellen zu trainieren. Doch nach dem Aufbauen der Boote stachen wir mit unserer Segelflotte in See. Einsegeln, erste Übungen und schon war der Vormittag vorbei. Nach einer kräftigen Mahlzeit und einer kurzen Pause ging`s wieder ab auf`s Wasser. Jetzt waren wir zu siebt, denn Martin, ein waschechter Warnemünder, gesellte sich für diese Woche zu uns. Der Nachmittag verging schnell und am Abend waren wir (fast) alle sehr geschafft und schlüpften in unsere Betten. Geschlafen habe wohl nicht alle sofort, denn Jesper und Theo erprobten ihre neue 2er WG….

Montag und Dienstag freute sich unser Seglerherz: Der Wind pfiff, viele Schaumkronen – ideal, um Wellentechnik und Taktik zu trainieren. Als wir bei den Wettfahrten etwas müder und unkonzentrierter wurden, hatte Reinhard eine unschlagbare Geheimwaffe: GUMMIBÄRCHEN. Da waren natürlich alle wieder hellwach! Zum Abschluss segelten wir mit den Optis des MSC eine Übungsregatta, bei der die Hessen natürlich ganz vorne dabei waren.

Dann kam unser Pechtag: Eine flaue Brise wehte, sodass wir nur eine kurze Trainingseinheit machten. Nachdem wir uns den Bauch vollgeschlagen hatten, saßen wir alle erwartungsvoll auf dem Mobo. Eine Seefahrt war geplant. Reinhard startete den Motor - doch was war das? Die Lenkung ging ungewöhnlich schwer und plötzlich schimmerte etwas auf dem Wasser: Öl?! Das war`s mit unserem Ausflug! Doch nicht nur das: Wie sollte es mit unserem Training weitergehen? Böse Erinnerungen an Portoroz kamen uns in den Sinn. Und was würde aus der Betreuung in Schwerin?

Doch die Rettung saß bei uns im Boot: Martin, besser gesagt - sein Vater. Er konnte uns ein Boot für die restlichen Tage leihen und nicht nur das: er fuhr es extra für uns nach Schwerin zur Regatta. Vielen Dank, Herr Erdmann, für Ihre tolle Unterstützung!

Das allseits beliebte Ersatzprogramm hieß: Krebse fangen. Blitzschnell hatte Jesper, unser Meisterfänger, einen Kescher ergattert und die Jagd ging los. Im Nu waren einige Krebse in unseren Pützen, die wir aber als Tierfreunde später wieder ins Wasser setzten. Komisch, dass ich am nächsten Tag noch einen Krebs in meiner Pütz fand… wer das wohl war? Am Abend gingen wir dann alle Bowlen, es hat viel Spaß gemacht.

Der Donnerstag verging wie im Flug: Wir segelten teilweise mit den Hamburgern und bereiteten uns mit Übungen und WWFs auf die internationale Regatta in Schwerin vor. Freitags hieß es dann nach der Wassereinheit: Packen und Abfahrt…

 

 

26. Oktiber 2017

Deutsche Meisterschaft am Wannsee

Anlässlich seines 150 jährigen Vereinsjubiläums veranstaltete der Verein Seglerhaus am Wannsee vom 28.09. bis 02.10.2017 die Deutsche Meisterschaft der Laserklassen.

Schon am Vortag der Meisterschaft, am Tag der Vermessung, zeigte der Wannsee am Rande Berlins bei einer ersten Trainingseinheit einige Tücken auf. Felix Laukhardt Der Wind drehte stark und es war sehr aufmerksames Segeln erforderlich. Die Regatta wurde etwas abseits des Vereins ausgetragen, dort wo der Wannsee und die Havel ineinander laufen und wo der See größer wurde.

Am ersten Regattatag zeigte sich das Revier von seiner besten Seite. Die Sonne schien bei blauem Himmel und ein mäßiger Wind wehte. Dank der sehr guten Wettfahrtleitung, die einen herausragenden Job machte, brachten wir alle drei geplanten Wettfahrten reibungslos hinter uns. Ich befand mich nach diesem Tag auf Gesamtrang 4 und war hoch zufrieden. Nach den Wettfahrten gab es täglich einen Snack für alle hungrigen Segler, der das eine Mal eine Bratwurst, das andere Mal ein halbes Hähnchen war.

Der zweite Tag war fast eine Kopie des ersten Tages. Gleiches Wetter, gleiche Windstärke, nur die Windrichtung hatte sich um ein paar Grad geändert, was das segeln an diesem Tag deutlich schwieriger machte. Zu dieser Schwierigkeit kam in meinem Fall noch etwas Pech in einigen Situationen. Erst im dritten Rennen durchschaute ich das sich stätig ändernde Windmuster allmählich und konnte mich mit einem achten Platz noch auf Gesamtrang 6 retten.

Der dritte Tag war trist. Es regnete und der Wind ließ zu wünschen übrig. Erst nach einer Startverschiebung an Land ging es aufs Wasser. Eine Wettfahrt mit leichtem Wind bekamen wir über die Bühne. Ein Zweite, in der ich, nicht wie in der Ersten, sehr gut platziert war, wurde abgebrochen. Nach einem Versuch den Kurs etwas zu verlegen wurden wir wieder in den Hafen geschickt und es fanden an diesem Tag keine Wettfahrten mehr statt.

Am folgenden und letzten Tag fand nur noch die Medaillenwettfahrt der besten 10 jeder Klasse, sowie ein Flottenfinale der restlichen Teilnehmer jeder Klasse statt. Ich ging als 7. in das Medaillenrennen der Laser Radial open. Es war mein festes Ziel einen Top 6 Platz zu erreichen. Dafür musste ich nur vor meinem Konkurrenten sein, der im Gesamtklassement einen Platz vor mir lag. Der Wind zum letzten Rennen der Meisterschaft war sehr stark. Es wurden in Böen bis zu 27 Knoten Wind gemessen. Die Devise lautete also: Alles geben! Nach einem soliden Start kam ich als 4. an die Luvbahnmarke. Am Leegate hatte ich eine Position gut gemacht, die ich an der Luvbahnmarke wieder verloren hatte. Jedoch brachte ich in der Zwischenzeit meinen direkten Gegner hinter mich. Den letzten Vorwindkurs ins Ziel gab ich noch einmal alles und war plötzlich an zweiter Stelle, nicht weit von der ersten Position entfernt. Den Erstplatzierten konnte ich bis zum Ziel knapp nicht mehr einholen, aber ich sicherte mir Gesamtplatz 6 und war am Ende nur einen Punkt zu Gesamtplatz 5 entfernt!

Mit diesem Resultat bin ich sehr zufrieden.

Felix Laukhardt; GER 207334

 

 

24. Oktober 2017

Regattabericht von Theo Gnass:

Zwetschgenmännla Regatta am Brombachsee

30. September und 1. Oktober 2017

Samstag: Sehr, sehr früh am Morgen machten wir uns auf den Weg nach Bayern, um genauer zu sein an den wunderschönen Brombachsee. Nach sehr nebliger Fahrt war es am See dann zum Glück wieder aufgezogen und wir konnten entspannt die Boote aufbauen und uns anmelden. Als dann Steuermannsbesprechung war, juckte es schon allen in den Fingern, denn trotz der eher mauen Windverhältnissen hieß es den „nicht Hessen“ mal zu zeigen, wie man denn den Opti richtig übern See schippert.

Als wir auf dem Wasser waren, haben wir uns erst mal eingesegelt und die Die hessische Gruppe nach der Siegerehrung verschieden Seiten getestet. Am Start wurde dann nach einem allgemeinem Rückruf Black Flag hochgezogen. Dann war die linke Seite bevorteilt und ich schaffte es sogar, einen der besten Starts hinzulegen: nämlich ganz links außen. An der Luvtonne waren wir fast alle vorne mit dabei und segelten Halbwind zur Tonne 2, die bei diesem Outer Loop schon ein bisschen in Luv lag. Nach eher unspektakulärem Vorwindkurs ging es dann auf die zweite Kreuz, bei der Jesper sich dann auf den ersten Platz vorgearbeitet hat. Gratulation! Bis zum Ziel änderte sich dann nicht mehr viel und die Jungs vom Hessischen Segelkader schnitten allesamt nicht schlecht ab. Nach der Wettfahrt wunderte, dass die Wettfahrtleitung nicht die disqualifizierten Segler ausschrieb und dies nicht mal innerhalb der Protestfrist mitteilte. Na ja, was soll's, denn jetzt geht es erst mal an den Start für die zweite Wettfahrt.

Auch dieses Mal startete A mit Black Flag und wie immer hing die Startlinie extrem weit durch. Ich war nicht so gut weg gekommen am Start, Leonard dafür umso besser. Ich frage mich immer noch, wie man einen so guten Start hinbekommen kann. Gratuliere dir, Leonard! Auf dem Vorwindkurs dann schaffte es Jesper, sich sensationell an die Spitze des Feldes vorzuarbeiten. Ich selbst versackte leider hinten im Feld.

Auf dem Halbwindkurs, ein paar waren schon auf Vorwind, kam ein Jury Boot vorbei und erklärte uns, dass die Wettfahrt abgebrochen wäre. So fuhren wir alle also verwundert zum Startboot zurück. Am Startboot angekommen sagte man uns, dass nur die B-ler abgebrochen wurden. Ein Trainerboot sagte, das wir alle schnell zur Leeboje fahren sollten, was wir dann auch taten. Auf dem Weg dahin brachte die Wettfahrtleitung dann auch unser Rennen zum Stillstand, was für ein Chaos!

Zum Start des dritten Rennens wurde wieder Black Flag hochgezogen, obwohl wir wieder wie in der soeben abgebrochenen Wettfahrt keinen allgemeinen Rückruf hatten. Unsere Starts waren wieder ein bisschen besser und zumindest Konstantin, Leon und Jesper waren vorne mit dabei. Leonard und ich waren aber auch nicht schlecht.

Ich überspringe jetzt mal das eher unwichtige Ende der Wettfahrt und springe in die vierte bzw. dritte Wettfahrt. Am Start, als alle mit der Pause waren und das Fünfminutensignal ertönte, waren die Hessen alle wieder startbereit. Nach nicht so gutem Start segelte ich erst einmal ein Stück hinterher und konnte dann leider nicht mehr viel machen gegen das starke vordere Feld. Konstantin, Leon und ganz besonders Jesper segelten sehr gut vorne mit. Wir landeten dann allesamt am Ende in den Top 20. Jesper mit 2, Leon mit 11, Konstantin mit 12, Leonard mit 15 und ich mit 20.

Sonntag: Wieder sehr früh aufstehen, das gehört zu so einer Regatta leider dazu. Das Frühstück im Hotel war lecker und das Hotel selber war auch gut. Dann, mit aufgeriggten Booten an der Slip, ging es auch schon ein zweites Mal Richtung Wasser, um noch die letzte Wettfahrt der Serie zu fahren. Jesper und ich wollten eigentlich ein bisschen früher rausfahren um uns einzusegeln, aber als wir unsere Boote die Slip runter rollten, brachte das alle anderen Segler und sogar die Wettfahrtleitung in Panik, so dass mit uns auch alle anderen aufs Wasser stürmten. Das war's dann mit in Ruhe einsegeln.

Beim Start waren alle froh, dass nicht wieder mit Black Flag gestartet wurde. Danach ging es eigentlich ganz gut voran, aber dann ist der Wind immer mehr eingeschlafen. Zum Schluss war es eigentlich nur noch eine Leichtwind-Wettfahrt, die aber von den Platzierungen eigentlich ganz ok war. Nach der letzten Wettfahrt war der Wind fast ganz weg und es ging nur sehr schleppend in Richtung Hafen, dort angekommen warteten dann schon die Eltern mit Slipwägen auf uns. Umgezogen und Boote abgebaut ging es dann zur Siegerehrung wo jeder ein „Zwetschgenmännla“ bekam, das sind kleine Figuren aus getrockneten Pflaumen und Wallnüssen, die immer unterschiedlich aussahen.

Als alle Leute abfahrtbereit waren, sagte man sich Tschüss und eine wieder mal schöne Regatta ging zu Ende.

Theo Gnass

 

 

06. September 2017

Training in Travemünde

Im Anschluss an die IDJM in Travemünde fand vom 30.07. bis 04.08. 2017 ein Training des HSeV statt für die Segler, die noch nicht an der Deutschen teilgenommen hatten. Das waren Theo Gnass, mein Bruder Konstantin von Holtum und ich, Leonard. Leider konnte Leon Dörflinger wegen einer Handverletzung nicht mitsegeln. Dafür hatten sich zwei Segelfreunde aus NRW angemeldet: Jan Gittinger und Josh Berktold, der sogar schon bei der deutschen Meisterschaft teilgenommen hatte und gerne noch mit uns trainieren wollte, denn schließlich lagen noch 4 Wochen Sommerferien vor ihm.

Bei unserer Ankunft am frühen Samstag Nachmittag herrschte noch reges Treiben, denn die letzte Wertungsfahrt war gerade beendet worden. Boote wurden verladen, Zelte abgebaut, Autos und Wohnmobile aus dem Schlamm gezogen, denn es hatte die ganze Woche viel geregnet, und wir suchten natürlich unsere Freunde Paul und Jesper. Am späten Nachmittag fand die Siegerehrung statt.

Sonntag Morgen hieß es dann für uns: Boote segelfertig machen und nach einer kurzen Besprechung ging es ab auf´s Wasser zum Einsegeln. An diesem Tag machten wir nur eine lange Trainingseinheit und die erste Wertungswettfahrt. Anschließend trafen wir uns alle am Bus unseres Trainers Reinhardt Linke zur ersten Besprechung. Den ausführlichen Trainingsplan hatten wir schon einige Tage zuvor bekommen. Reinhardt wollte mit uns insbesondere Wellentechnik sowie Taktik und Technik am Start üben, denn gerade wir Hessen sind das Segeln am Meer bei Wind und Welle noch nicht gewohnt. Da haben Josh, Theo und Jan schon weitaus mehr Erfahrung, da sie schon am Gardasee gesegelt sind.

Der nächste Tag begann für meinen Bruder und mich gleich mit etwas Ärger, denn – wir kamen zu spät! Vom Zimmer aus sahen wir zwar, dass schon ein Opti auf dem Wasser war, doch dass es zu unserer Gruppe gehörte, war irgendwie unvorstellbar, denn wir hatten 9.30 Uhr als Startzeit im Kopf.

Aber, wir können auch schnell sein, und so hatten wir kurze Zeit später die Anderen auf dem Wasser eingeholt. Der Tag lief für uns dann doch noch sehr gut, denn der Wettergott hatte Mitleid und schickte nur Leichtwind, sodass die WWF´s entsprechend günstig verliefen.

Dienstag war unser 12. Geburtstag und Reinhardt überraschte uns mit einem besonderen Geschenk: ein Kalender von der DGzRS (Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger). Da hatte Reinhardt genau ins Schwarze getroffen, denn ich bin ein großer Fan der Seenotretter und deren Schiffe. Nachdem wir ausführlich die Wetter- und Windverhältnisse des Tages studiert hatten und klar war, dass der Wind noch weniger als tags zuvor werden sollte, beschloss Reinhardt, den freien Nachmittag von Mittwoch vorzuziehen. So trainierten wir nur bis zum frühen Nachmittag und als Highlight durften wir alle mit der Banane fahren. Anschließend fuhren mein Bruder und ich zusammen mit Josh nach Lübeck und besichtigten das Holstentor, das eigentlich das „schiefe Tor zu Lübeck“ genannt werden müsste.

Die folgenden Tage frischte der Wind deutlich auf und nach der morgendlichen Theorieeinheit ging es zum Training, welches durch Wertungswettfahrten und Knackpunktregatten angereichert und immer spannender wurde. Für jeden Platz gab es unterschiedlich viele Knackpunkte, die man dann für Banane fahren einlösen konnte. Abends gingen wir oft in die Eck-Kneipe, wo es den besten Fisch an der ganzen Trave gab.

Leider kam der Freitag viel zu schnell und nach dem Abschlusstraining bei Sonnenschein und sehr gutem Wind hieß es: Boote verladen und Abschied nehmen.

Das Training hat uns allen sehr viel Spaß und Freude gemacht und wir haben ganz viel gelernt.

Vielen Dank an Reinhardt für die tolle Woche!

Leonard von Holtum

 

 

27. August 2017

Erfolgreiche Saison – Höhepunkte für Frankfurter EUROPE – Seglerin

Bereits zum zweiten Mal qualifizierte sich die für den Hanseatischen Segel Sport Club Frankfurt startende Katharina von Schleinitz direkt für die Weltmeisterschaft der ehemals olympischen Europe – Klasse. Durch eine Katharina von Schleinitz Fahrgemeinschaft mit dem Stuttgarter Simon Hüllenkremer wurden in diesem Jahr die logistischen Herausforderungen gemeistert und die Teilnahme erstmals möglich. Blanes an der Costa Brava war das Ziel für vier deutsche Seglerinnen und fünf Segler. Mit der Bronze – Medaille war Katharinas Trainer Fabian Kirchhoff (SV Hüde) erfolgreichster Deutscher, aber auch bei den Damen fuhren Tania Tammling (SVAOe) und Marisa Roch (Kieler YC) mit den Plätzen 6 und 7 hervorragende Ergebnisse ein. Naturgemäß taten sich die Newcomer in der Weltspitze schwerer. Insbesondere die ungewohnte Welle begünstigte die Spanier und Skandinavier, die stets unter solchen Bedingungen trainieren und kämpfen. Bei anfangs starken Winden konnte Katharina im 54 Boote starken Damenfeld mit Plätzen in den Vierzigern zufrieden sein. Mit abnehmendem Wind wurde für sie der Größen- und Gewichtsnachteil egalisiert, die Ergebnisse lagen in den Dreißigern. Dass da mehr geht, zeigte die Frankfurterin im letzten Lauf, als sie sich mit einem mutigeren Startverhalten mit Platz 7 belohnte. Platz 42 im sehr starken Gesamtklassement lag deutlich über Erwartung.

Auf das Vortraining zur IDJM wurde dieses Jahr bewusst verzichtet, damit wenigstens eine segelfreie Woche zwischen den zwei Veranstaltungen lag. Da es sich bei der diesjährigen IDJM in Travemünde um eine Deutsche Jugend Meisterschaft aller Jugendboot – Klassen handelte, wurde diese Woche dazu genutzt, alte Freundschaften mit Seglern im 420er und 29er, im Laser und auch noch im Opti ausgiebig zu feiern. Travemünde bot, wie ja schon in vielen Berichten zu lesen war, von Stark- bis Schwachwind alles. Katharinas Ziel war eine TOP – 10 Platzierung in der Gesamtwertung, da hier – anders als bei Deutscher -, Europa- und Weltmeisterschaft – Jungs und Mädels in einer Startgruppe segeln. Am letzten Tag lag das Ziel erreichbar vor der 18 jährigen, aber alles war offen. Die letzte Wettfahrt wurde planmäßig auf die SAP – TV Bahn verlegt und so konnte das Geschehen – hervorragend von Katharinas Teamchef Thomas Schrader (SV Hüde) kommentiert – von jedem beobachtet werden. Katharina behielt auch in diesem Lauf die Nerven und sicherte sich insgesamt den 9. Platz sowie Platz 1 in der Mädels-Wertung. Den Titel „Deutscher Jugendmeister in der Europe – Klasse“ ersegelte sich Robert Zink (Segelclub Stevertalsperre), der ebenfalls bei dem Europe Team Niedersachsen beim SV Hüde am Dümmer trainiert.

Die sich anschließende Urlaubswoche führte über Gent (BEL), die Küste am Ärmelkanal langsam nach Biscarrosse, in Frankreich 100 km südlich von Bordeaux gelegen. Aber nicht der Atlantik war das Ziel, sondern der Lac de Biscarrosse et de Parentis, auf dem die diesjährige Jugend Europa Meisterschaft ausgetragen wurde. Bereits das Vortraining – und die zeitgleich ausgetragene Meisterschaft der Masters – offenbarte die Tücken des Binnensees. Keine Wolke am Himmel und plötzlich auftretende starke Böen und Winddreher brachten selbst erfahrenste Segler zur Verzweiflung. Das abendliche Gespräch: rechts ging nicht, rechts ging nur, wer durch die Mitte segelte war verloren, außer bei dem Segler, der auf einmal von ganz hinten nach ganz vorne fuhr, links stand ich, links war das Beste. Und so ging es in die Meisterschaft. Das Beste vorab: kein Start vor 14:00 Uhr, außer man musste Läufe nachholen – und war vorher der Wind eigentlich nicht doch besser? Mit der Wettfahrtleitung wollte keiner tauschen. Nachdem Katharina in den letzten Jahren im „hinteren Mittelfeld“ segelte, waren die Ziele für dieses Jahr anspruchsvoller. Die Plätze 14 – 22 im leider nur 31 Boote starken Feld der Mädels lagen innerhalb dieser Erwartungen. Aber bereits am dritten Tag kam die Frankfurterin zunehmend besser mit den schwierigen Bedingungen klar. Die nächsten fünf Läufe war sie ganz vorne dabei und ersegelte nur Platzierungen zwischen 4 und 6. Damit war ein TOP – 10 im Gesamtergebnis möglich, wäre da nicht noch der 10. und letzte Lauf gewesen. Dass dieser durchgezogen wurde, damit rechnete keiner, schon gar nicht der Wind. Die Jungs übten Starten und reduzierten auf diese Weise ihre Konkurrenz um 18 BFDs, die Mädels blieben minutenlang bewegungslos liegen. Als ob man auf das Abbruchsignal wartete, das aber nicht kam. Dann setzte ein Hauch von Wind ein, aber wie war das doch gleich mit links, rechts und der Mitte? Katharina war rechts, der Wind war links, aber warum eigentlich? Wenige Minuten vorher war er doch klar rechts und es war keine Wolke am Himmel. Platz 20 war der zweite Streicher. Nachdem die Enttäuschung – die auch so manchen anderen Segler sichtbar anzumerken war – überwunden war, überwog die Freude über dieses vorher nicht erwartete gute Ergebnis. Dominiert hatten wieder die Schweden, Finnen, Dänen und Spanier. Platz 10 ging an Frankreich und Katharina holte für Deutschland Platz 11.

Und wie geht’s jetzt weiter? Erst einmal 2 Wochen segelfrei, dann geht’s nach Oostende zur belgischen Meisterschaft. Mit Strömung – kennen wir ja als Mainsegler – und Tide – haben wir auch, wenn in Offenbach die Schleuse geöffnet wird.

 

 

09. August 2017

Kadertraining Travemünde 15. bis 18.6.2017

von Theo Gnass

Tag 1:

Stau, Stau und nochmals Stau. Na ja, was soll’s, wir sind jetzt nach gefühlten 10 Stunden endlich da und werden am nächsten Morgen von fröhlichen Möwen begrüßt. Um die Ecke haben wir einen ziemlich guten Bäcker aufgetrieben, so haben wir schon mal das Frühstück für die nächsten Tage gesichert. Perfekt.

Dann ging es aufs Wasser. Ich bin das erste Mal in Travemünde gesegelt. Mein Fazit: cooles Revier mit guter Lage und ordentlich Wind. (Wobei ich Warnemünde besser finde, aber im Vergleich zu den Hessischen Pfützen...davon müssen wir gar nicht erst anfangen.)

Der Wind ließ Donnerstags leider dann doch etwas auf sich warten. Umso besser war die abendliche Bootstaufe, denn das neue Motorboot vom HSeV kam nicht zu kurz und wurde mit einer tollen Rede von Linn getauft. Sekt gab es natürlich auch, wovon wir Kinder leider nichts trinken durften. Danach aßen wir im Restaurant Marina; lecker war’s. Nach dem Essen sind wir alle wieder unserer Wege gegangen. Reinhard und ich bliesen noch die niegelnagelneue Banane auf, mit der wir dann später noch Spaß haben werden. Dann hieß es nach einem langen Tag: gute Nacht!

Tag 2:

9:30 Besprechung, da hat man wenigstens Zeit auszuschlafen. Nachdem die Boote aufgebaut waren, sind wir aufs Wasser gegangen. In der Bucht war erst mal unattraktiver Wind, doch als wir weiter draußen waren blies der Wind wie angesagt. Mit bis zu 30 Knoten Wind sind wir dann übers Wasser geheizt. Spaß hat das gemacht und anstrengend war es auch, aber ich glaube jeder kam auf seine Kosten. Nach der Mittagspause haben wir dann noch mit den Optis und Open Bics vom LYC trainiert.

Als wir vom Wasser kamen, haben wir die Boote abgebaut und sind zu Leon und Jesper gegangen um America’s Cup zu schauen. Leider haben wir uns mit dem Datum vertan und deshalb nur eine Wiederholung gesehen. Aber auch die war für mich sehr spannend, denn ich hatte in diesem Jahr noch gar nicht America’s Cup geschaut. Danach haben wir ausgemacht, dass wir am Samstag grillen und endlich den America’s Cup live verfolgen wollen.

Tag 3:

Das Frühstück war sehr lecker, wie immer vom Bäcker um die Ecke. Als wir es vertilgt hatten, ging es dann endlich raus. Der Wind war nicht wenig; bei vielen Schaumkronen übten wir das Manöverdreieck und segelten Wettfahrten. Als wir vom Wasser kamen, haben wir die Boote abgebaut und sind danach mit der Banane raus gefahren. Das hat ganz schön Spaß gemacht und jeder wurde ordentlich durchgeschüttelt. Dann sind wir mit der Banane wieder rein gepaddelt und haben wie jeden Tag auf Reinhard gewartet. Denn der Hafen, in dem das Motorboot lag, war ein Stück entfernt und in der Trave darf man nur 6 km/h fahren. Das hat das Ganze dann etwas hinaus gezögert.

So sind wir dann zu Leon gegangen, haben lecker gegrillt, America’s Cup geschaut und Spaß gehabt. Leider konnten Konstantin und Leonard nicht kommen. Dann, als alle fertig gegessen hatten und satt waren, sind wir wieder nach Hause gegangen.

Tag 4:

Augen auf, Augen zu, Augen auf, gähnen, aufstehen. Das ist so ziemlich die Morgenroutine eines jeden Seglers. Na ja, dann jedenfalls haben wir unsere Besprechung gemacht und Wind und Wetter besprochen. Als wir die Boote aufgebaut hatten und Reinhard Richtung Hafen geradelt ist, sind wir aufs Wasser gegangen. Bei flautigem Wind sind wir dann Matchraces gesegelt.

Ergebnisse: Konstantin, Leon vs. Leonhardt 2:0. Konstantin, Leon vs. Theo 1:0. Jesper vs. Theo 0:2. Anschließend sind wir nach Hause gefahren, denn alle hatten noch einen langen Rückweg vor sich.

Und vor allem, Danke an Reinhard, der uns dieses tolle Training ermöglicht hat!

 

 

27. April 2017

Portoroz 2017

Nach über 10 Stunden Autofahrt sahen wir das auf das wir uns lange gefreut hatten – das Mittelmeer. Als erstes schauten wir uns unsere Unterkünfte an, wo wir die kommenden 11 Tage übernachten würden. Später luden wir die Boote ab, um direkt am Folgetag segeln gehen zu können. Als wir am nächsten Morgen aufstanden: traumhaft schönes Meer, leichter Wind und Sonne mit über 20 Grad. Erstmal wurden wir in die Trainingsgruppen eingeteilt und lernten unsere „Gegner“ kennen: alle aus verschiedenen Ländern wie Malta, Österreich, Italien, Türkei, Slowenien, Serbien, Slowakei, Kroatien und der hessische Optikader mit Trainer Reinhard Linke und Eltern beim verdientem Eis Deutschland – insgesamt rund 500 Boote. Wir waren schon am ersten Segeltag 7 Stunden auf dem Wasser. Und weil wir noch nicht genug hatten, trafen sich ein Teil der Hessen später noch im Schwimmbad. Am zweiten Tag ging es schon um 7:30h mit Frühsport los und dann galt es um 10:30 segelfertig am Club zu sein, bis 17h trainierten wir auf dem Wasser und trafen uns dann wieder nach dem Segeln. So verliefen auch die kommenden 3 Tage und alle waren dann am Ende und freuten sich auf den sogenannten lay day: kein Frühsport, kein Segeln, mal kein Stress. Am Nachmittag machten wir alle gemeinsam einen Ausflug nach Piran, einer kleinen schönen Stadt neben Portoroz. Später besprachen wir die Segelanweisung. Kurz vor dem Abendessen hörte ich auf dem Meer laute Platscher. Ich ging auf den Balkon und sah mehrmals einen riesigen Thunfisch springen.

Am Freitag war der erste Regattatag. Wir waren alle sehr gespannt, wie es laufen würde. Ein harter Kampf stand uns bevor – 120 Boote in einer Gruppe. Als alle mit den Wettfahrten fertig waren, erzählten wir uns direkt wie es gelaufen war. Am zweiten Regattatag segelten wir bei Regen und leichtem Wind raus. Plötzlich blitzte und donnerte es und ein Gewitter zog auf. Das Chaos brach aus und alle wurden schnellstmöglich in den Hafen geschleppt. Leider schlief dann auch der Wind ein und wir brachten keine Wettfahrt zustande. Als Entschädigung gingen wir alle zusammen zum Abendessen und gönnten und frischen Fisch, Muscheln und leckeres Eis. Sonntag war nochmals ein großer Tag. Es war wieder schönes Wetter und guter Wind.

Nach der Regatta packten wir die Boote zusammen und verabschiedeten uns von allen. Wir freuen uns schon auf das nächste Wiedersehen und würden auch gerne wieder nach Portoroz kommen.

Jesper Fleischer

 

 

25. März 2017

Der Schatz im Silbersee

Am 18. Und 19.3. fand die 11. Einhand-Regatta auf dem Silbersee in Bobenheim-Roxheim statt. Da den letzten Jahren diese Ranglistenregatta für Laser, Laser Radial, Laser 4.7, Seggerling und OK Jolle nur selten stattfand, stand sie dieses Jahr schon auf der „Streichliste“. Umso mehr freute es uns, dass auch die hessischen Lasersegler inkl. unserem hessischen Laser Kader (der eigentlich mal ein Wochenende frei hatte) sich meldeten, Werbung im Saarland und der Pfalz machten, und mit dem gemeinsamen Einsatz tatsächlich für alle 5 Klassen eine Ranglistenregatta zustande kam.

Die hessische Gruppe: v.li. Carl Herrmann, Max Hedtke, Felix Laukhardt, Maximilian Behrens, Jennifer Weißenberger, Emily Strohfeld. Nachdem die Wettervorhersage sehr gut war, bangten die Lasersegler in der letzten Woche, dass sich diese nicht mehr ändert. Tatsächlich erwarteten uns zwar keine sonnigen aber dafür trockene und windige Tage am Silbersee. 4-5 Beaufort mit ordentlichen Böen jagten über das Wasser. Die Lasergruppe um Trainer Thomas Laukhardt traf sich bereits früh um sich mit dem unbekannten Silbersee anzufreunden. Dies gelang allen ganz gut.

Um die Startphase kurz zu halten wurde in drei Gruppen gestartet. Laser Standard und Radial, OK-Jolle und Seggerling und zu guter Letzt Laser 4.7.

Vier Wettfahrten wurden gesegelt, wobei die Wettfahrtleitung die erste Wettfahrt im Nachhinein annullierte. Leider gingen dabei unseren Seglern auch ein paar super Plätze flöten. Die hessischen 4.7-Segler Emily Strohfeldt, Jennifer Weißenberger und Maximilian Behrens konnten sich sehr schnell einen großen Abstand zum Hauptfeld verschaffen. Geschickt wurden mit lautstarken Argumenten und wilden Gesten die Mitsegler und die Segler der anderen Bootklassen an die Ausweichregeln erinnert. Souverän zeigte Felix Laukhardt den anderen Radialseglern den Weg und fuhr sozusagen „Start-Ziel-Siege“ ein.

Vom Beobachtungshügel, der eine perfekte Sicht auf das Regattafeld zuließ, konnte sich Thomas Laukhardt einen guten Überblick verschaffen und bereits erste Trainingsmaßnahmen für den Gardasee identifizieren.

Hier die Ergebnisse unserer Hessen:

Laser Radial: 1. Felix Laukhardt, 14. Max Hedtke

Laser 4.7: 2. Maximilian Behrens, 3. Jennifer Weißenberger, 4. Emily Strohfeld, 6. Carl Ferdinand Herrmann

Den Schatz vom Silbersee haben wir mit den Plätzen 1, 2 und 3 in Form von drei Einkaufs-Gutscheinen mit nach Hessen gebracht.

Wir danken den ausrichtenden Vereinen, die diese Herausforderung der vielen Meldungen annahmen und nach einer holprigen 1. Wettfahrt alles im Griff hatten.

Jennifer Weißenberger (GER 206246)

 

 

25. März 2017

Saisonbeginn 2017

Während des Winters durch drei anstrengende Fitnesswochenenden fit gemacht und die ersten zwei Trainings absolviert, gelang mir ein erfolgreicher Saisonstart 2017.

Segeln findet nicht nur nahezu das gesamte Jahr auf dem Wasser statt, ein Segler wird im Winter gemacht! Nach diesem Motto wurde den gesamten Winter Felix Laukhardt intensiv an Kondition und Theoriewissen gearbeitet. Überprüft wurde all das an insgesamt drei, über den Winter verteilten, Fitnesswochenenden des niedersächsischen Landeskaders. Man unterzog sich an jedem dieser Wochenenden mehreren Prüfungen, sodass ein Gesamtranking aller teilnehmenden, insgesamt mehr als 60 Sportlern verschiedener Bootsklassen entstand. Mit Rang 2 des Gesamtrankings bin ich bestens auf die kommende Saison vorbereitet.

Den ersten Feinschliff auf dem Wasser gab es dann an den ersten beiden Märzwochenenden. Mit Sondergenehmigungen trainierten wir auf dem, zu dieser Zeit offiziell mit Befahrensverbot ausgeschriebenen, Steinhuder Meer.

Bei unterschiedlichsten Windbedingungen, die sowohl in Stärke, als auch Konstanz nahezu das gesamte Spektrum abdeckten, bekamen wir nach der längeren Winterpause wieder ein Gefühl für unser Boot und frischten das zum Jahresende Gelernte auf, sodass wir dort ansetzen konnten, um uns weiter zu verbessern.

Am Wochenende darauf ging es auch schon mit der ersten Regatta der Saison weiter. Sie fand in Bobenheim-Roxheim in Rheinland-Pfalz statt und sollte als Übung dienen, das Gelernte in die Praxis umzusetzen, sowie um einen ersten Anhaltspunkt für die kommende Saison zu liefern.

Mit drei Wettfahrtsiegen in drei gesegelten Wettfahrten wurde mein Arbeitsaufwand im Winter bestätigt und ich kann mit gutem Gewissen der kommenden Saison entgegen sehen.

Ich schaue ebenfalls voller Vorfreude dem großen Trainingsblock am Gardasee über Ostern entgegen, wo ich endgültig fit für die Saison gemacht werde, in der als Höhepunkte die IDJM und die Jugend-WM im Sommer, mit Vorbereitungsregatten wie der Kieler Woche und der YES-Regatta, anstehen.

Felix Laukhardt; GER 207334

 

 

15. März 2017

Mein Umstieg vom Opti in den Laser !

Der Schweriner Herbstpokal 2016 sollte meine letzte Regatta im Opti werden.

Aber im letzten Sommer machte ich einen kräftigen Schuss, somit gab es eine Planänderung und alles ging Schlag auf Schlag!

Glücklicherweise bot meine Opti -Trainingsgruppe (Sailingteam HaWei) im letzten Herbst einige Trainingseinheiten in Thüringen für Umsteiger in den Laser an. Und Matthias Sator stellte mir kurzfristig seinen Laser zur Verfügung. Zusätzlich einige Wassertage auf dem Schweriner See … und ich startete beim Schweriner Herbstpokal in Laser 4.7. Zu meinem 8. Platz (bei 45 Teilnehmer) trug auch der schwache Wind bei.

Nach der Zeit im Opti-Kader berief mich im Spätherbst der HSeV in den Laser- Steinhuder Meer Kader. Da derzeit eine Kooperation mit dem Niedersächsischen Landesverband besteht, traininieren die hessischen mit den niedersächsischen Kaderseglern. Bei den monatlichen Fitnesswochenenden am Dümmer überprüften wir unseren Leistungsstand. Mit unserem Trainer Fabian Kirchhoff, dem niedersächsischen Laser-Landestrainer, erarbeiteten wir einen Trainingsplan, um in den Wintermonaten Kondition und Kraft aufzubauen.

Nach diesen Monaten freute ich mich wieder auf die Segeleinheiten. An den beiden ersten März - Wochenenden war es dann so weit, es ging auf's Steinhuder Meer. Mit etwa 20 Laser-Seglern, davon sechs im 4.7, bildeten wir eine tolle Gruppe. Ordentlicher Wind mit kräftigen Drehern brachte uns hervorragende Trainingsbedingungen. Jetzt können wir in die Regatta-Saison starten.

Zur ersten Regatta treffen wir uns am kommenden Wochenende am Silbersee bei Frankenthal.

Maximilian Behrens ORV-S