Über Silvester waren wir zum Training in La Ciotat in Südfrankreich. Wir sind schon um 4 Uhr morgens losgefahren und nach einer fast zwölfstündigen Autofahrt endlich am frühen Abend angekommen. Zuhause hat es noch gefroren, aber unterwegs ist das Thermometer immer höher geklettert und so konnten wir das Boot im Sonnenuntergang bei angenehmen Temperaturen aufbauen.
In den folgenden Tagen haben wir viele Stunden auf dem Wasser verbracht. Zwar war der Wind anfangs eher schwach, aber die Sonne schien schön und es waren im Durchschnitt immer um die 10 Grad. Zusammen mit uns waren noch drei andere Trainingsgruppen in der Gegend, mit denen wir uns immer wieder zusammenschließen konnten, um auch mit vielen Booten (insgesamt etwa 15) an der Linie Starts zu üben und Trainingswettfahrten zu machen.
Den Silvesterabend haben wir Jugendlichen zusammen verbracht, Raclette gemacht und dann am alten Hafen angestoßen, der immer so schön mit vielen Lichtern dekoriert ist. Am 1. Januar war leider – wie in den letzten Jahren – kein Wind, sodass wir uns Videos angeschaut und die analysiert haben. Später sind wir nochmal für eine Stunde aufs Wasser gegangen, konnten aber kein richtiges Training machen, es war einfach zu flau.
Gegen Ende der Woche kam für zwei Tage nochmal ordentlich Wind und Welle auf, sodass wir auch Wettfahrten bei raueren Bedingungen trainieren konnten. Wir haben viel angeglichen und sind lange Schläge gefahren – da ging es wie auf einer Buckelpiste dahin.
Unser Highlight war der letzte Tag, an dem es den meisten Wind und die höchste Welle gab. Der Trainingsfokus lag auf langen Schlägen und darauf, wie wir am besten durch die Wellen kommen. Einige Male sind wir so hochgeflogen, dass das komplette Boot und sogar das Schwert aus dem Wasser ragten. Ein mega Gefühl.
Am 4. Januar ging es dann mit vielen tollen Erfahrungen im Gepäck und echten Seglerhänden – mit neuer Hornhaut für die Saison – wieder nach Hause.
Fazit: Unsere Trainingsziele waren, auch bei viel Wind so aufrecht wie möglich zu fahren, Ruhe ins Boot zu bringen und zu üben, mit viel Druck besser umzugehen. Aus Malins und meiner Sicht haben wir da auch echte Fortschritte gemacht, aber natürlich gibt’s immer noch Ausbaupotenzial. Deswegen freuen wir uns schon sehr auf die nächsten Trainingseinheiten und die Erfahrungen, die wir auf dem Weg zu unserem großen Saisonziel, der Europameisterschaft in Litauen, sammeln werden. Außerdem freuen wir uns sehr, 2026 mit unseren neuen Sponsoren VIICA Vans und Oceanbirds zu starten.
Vielen Dank für die Unterstützung durch den HSeV, unseren Trainer Dirk Frank, diesmal auch Jan Machel, VIICA Vans, Oceanbirds und natürlich unsere Eltern. Danke, dass ihr uns alle dabei helft, unserer Leidenschaft in dieser Intensität nachzugehen.
Marie Conrad
sweet n’salty | GER 56649 | Segelclub Inheiden











































