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Opti EM-/WM-A in Warnemünde (28.4. bis 2.5.2026)

Leichtwind auf der Ostsee?

Ja – zumindest war es dieses Jahr bei der Opti EM-/WM-Ausscheidung in Warnemünde so.

Aber von vorne:

Wie viele andere Teams der 80 nach Rangliste zugelassenen Teilnehmern reiste auch ich mit dem Team West schon einige Tage früher an, um das Revier besser kennenzulernen und noch ein paar Trainingseinheiten zu absolvieren.

Nach den ersten Trainings stand die offizielle Vermessung an – also Segel abbändseln, Schleppleine kontrollieren, Boot wiegen (mit nervösem Blick auf die Waage…) und das gesamte restliche Material überprüfen. 

Am Mittwoch, dem ersten Wettfahrttag, war der Start für 11:00 Uhr angesetzt. Das war auch für die nächsten 3 Tage vorgesehen. Doch nach einer kurzen Steuerleutebesprechung und einem Blick auf die spiegelglatte Ostsee wurde zunächst AP gesetzt, um auf die „Sea Breeze“ zu warten.

Als gegen Mittag endlich Wind einsetzte, konnten wir bei leichtem Wind und vielen gelben Jury-Flaggen immerhin drei Wettfahrten segeln – genau die Anzahl, die pro Tag geplant war. Dank HSeV-Wintertraining zur Regel 42 blieb ich ohne Flagge, war aber trotzdem von der Qualität des Feldes und meiner hinteren Platzierung ganz schön schockiert.

Der Donnerstag verlief ähnlich. Vor allem auf der Startlinie war es extrem schwierig, sich im starken Feld zu behaupten. Schon ein kleiner Fehler reichte aus, um mehrere Bootslängen und Plätze zu verlieren. Da das Feld trotzdem sehr eng zusammenblieb, entschied sich oft erst auf der letzten Kreuz, wo man am Ende landete und ob man nochmal zehn oder zwanzig Plätze gewann oder verlor.

Am Freitag hatten wir zwar Traumwetter, aber – wer hätte es gedacht – erneut keinen Wind. Deshalb gab es einen kompletten segelfreien Tag. Am Abend wurden wir zu einem Treffen mit den internationalen Schiedsrichtern eingeladen, die uns anhand eines echten Optis auf der Bühne die Feinheiten der Regel 42 erklärten und anschaulich demonstrierten.

Am Samstag, dem letzten Regattatag, erwartete uns dann noch einmal Kaiserwetter, dieses Mal aber mit böigem, ablandigem Wind, bei dem zum Abschluss nochmal andere Fähigkeiten gefragt waren. Besonders die Starts hatten es an diesem Tag in sich: Ich habe zwar nicht mitgezählt, aber wir hatten bestimmt über zehn allgemeine Rückrufe oder Abbrüche (AP) unter Black Flag. Das hat nochmal die letzten Nerven aller gekostet.

Am Abend fand schließlich die Siegerehrung statt, bei der alle Seglerinnen und Segler geehrt wurden, die sich für die WM oder EM qualifiziert hatten. Generell dürfen die besten 5 zur WM und die nächsten 7 zur EM (sofern mindestens 3 Jungs und 3 Mädchen), wobei vorab angekreuzte Meisterschafts-Präferenzen nochmal zu getauschten Plätzen führen können. So hatte sich zum Beispiel der ganz klare Sieger aus Berlin, der auch aktuell deutscher Meister ist, für die EM anstelle der WM entschieden.

Insgesamt war es für mich eine sehr schöne Veranstaltung mit spannenden Erfahrungen und viel Spaß – auch wenn die Windbedingungen kombiniert mit leichter Welle oft eine echte Herausforderung waren. 

Die Regatta hat mir gezeigt, woran ich noch arbeiten muss, und ich hoffe, dass ich im nächsten Jahr aus meinen Fehlern lernen und mein Können noch besser unter Beweis stellen kann.

Ergebnisse gibt es hier.

Lotta Dietz

GER 2051

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