Wind, Wattenmeer und Teamgeist
Vom 5. bis 12. Juli stach die Segeljugend des Hessischen Seglerverbands e.V. (HSeV) mit dem traditionellen Zweimast-Klipper „Zeven Wouden“ in See. 13 Kinder und Jugendliche machten den Ausgangshafen Stavoren unsicher und tauschten für eine Woche von der Jolle auf ein echtes Plattbodenschiff. Unter der fachkundigen Anleitung von Skipperin Janine wurde die Crew schnell zu einem eingespielten Team, das Wind, Gezeiten und Schleusen meisterte.
Der perfekte Start in Stavoren
Das Abenteuer begann am Sonntagnachmittag in Stavoren mit verschiedenen Kennenlernspielen, bevor die 13 Nachwuchssegler ihre Kabinen an Bord bezogen. Bereits am ersten Segeltag frischte der Wind ordentlich auf. Nach einer gründlichen Einweisung durch Skipperin Janine hieß es „Leinen los!“. Das erste Etappenziel hieß Makkum, wo die Gruppe den Nachmittag mit der Erkundung der malerischen Stadt verbrachte.
Abenteuer Wattenmeer und Trockenfallen
Ein echtes Highlight wartete am dritten Tag: Der Klipper steuerte bei kräftigem Wind durch eine Schleuse direkt hinein ins Wattenmeer. Um die Segelfläche von 240 Quadratmetern optimal zu nutzen, wurden zusätzlich das Besansegel und der innere Klüver gesetzt. Nach einer Zwischenübernachtung im Hafen von Den Oever hieß es am nächsten Morgen früh aufstehen. Bereits um 05:00 Uhr legte das Schiff ab, um das perfekte Zeitfenster für ein besonderes Naturschauspiel zu erwischen: das Trockenfallen im Wattenmeer. Auf dem Meeresboden fingen die Jugendlichen mit kleinen Netzen und Keschern Garnelen, die direkt an Bord probiert wurden. Der Tag bot gleich doppelt Grund zur Freude, da die Crew mitten im Watt die Geburtstage der beiden Mitsegler Max und Leo feierte. Mit der einsetzenden Flut segelte die Gruppe weiter nach Medemblik.
Kultur, Quiz und enge Kanäle
Die zweite Hälfte der Woche führte die hessische Crew am fünften Tag nach Enkhuizen. Die Gruppe besuchte dort das spannende Freilichtmuseums Zuiderzeedorf und löste gemeinsam ein Quiz mit Fragen zum Museumsdorf. Anschließend haben sich alle ein leckeres Eis am Hafen verdient. Dass Segeln auch Geduld erfordert, lernten die Jugendlichen am darauffolgenden Tag: Nach einer anfänglichen Flaute, die unter Motor überbrückt werden musste, frischte der Wind wieder auf. Nach einem langen und sportlichen Neun-Stunden-Törn erreichte die Crew erschöpft, aber glücklich den Hafen von Workum, wo der Tag mit Burgern belohnt wurde. Am letzten echten Segeltag bewies die Besatzung noch einmal ihr ganzes Können, als Janine das große Schiff souverän durch enge friesische Kanäle und mehrere Schleusen zurück nach Stavoren steuerte. Ein gemeinsames Schwimmen am Strand von Stavoren rundete den Tag perfekt ab.
Mit vielen Erlebnissen zurück im Ausgangshafen
Am Sonntag, den 12. Juli, ging die erlebnisreiche Segelwoche im Ausgangshafen Stavoren zu Ende. Bevor die Eltern ihre Kinder wieder in Empfang nahmen, wurde das Schiff gemeinsam gründlich gereinigt und aufgeklart. Die intensive Woche hat gezeigt, wie schnell der Segelsport Jugendliche zusammenschweißt. Unter der Flagge des Hessischen Seglerverbands kehrten 13 selbstbewusste Nachwuchsmatrosen mit unvergesslichen Erinnerungen im Gepäck nach Hessen zurück.
Kontakt:
Hessischer Seglerverband e.V.
Dierk Conrad, Landesjugendobmann
E-Mail: jugendobmann@hsev.de
Fotos vom Törn (mit Angabe des Fotografen)


Entspannung im Netz des Klüvers (I. Geisteuer)


Abendessen an Deck (I. Geisteuer)


Garnelen fischen direkt am trocken gefallenen Schiff (I.Geisteuer)





































