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HSeV-Training der Opti-Kader- und Fördergruppe in Workum

Am Donnerstag, den 30. April ging es für uns um 14 Uhr los aus dem Rhein-Main-Gebiet. Nach einem kleinen Stopp in Wiesbaden, um ein Boot auf einen Trailer überzuladen, sind wir mehr oder weniger im Stop-and-go-Verkehr in fast vier Stunden nur bis auf die Höhe von Köln gekommen. Eine Ankunft in Holland auf dem Campingplatz It Soal vor 23 Uhr rückte damit in weite Ferne. 

Das bedeutete für uns im Umkehrschluss, dass wir uns keinerlei Pause erlauben konnten und so schnell wie möglich durchfahren mussten. Wenige Minuten vor 23 Uhr, nach einem unvorhergesehenen und nicht auf Google Maps verzeichneten Umweg von über 20 km, kamen wir dann vor der Schranke des Campingplatzes an und konnten gerade noch unseren Platz erwischen und unser Klappzelt aufbauen.

Alle anderen Familien waren ebenfalls von der heftigen Stausituation in Nordrhein-Westfalen betroffen und dementsprechend ziemlich erschöpft von der Fahrt. Aber schon in der Nacht auf dem Campingplatz, direkt am Hafenbecken, wurden wir von einem Vogelkonzert entschädigt, und der leichte Seewind machte Lust auf den nächsten Tag. 

Wir bauten schnell auf, selbst Tina, unsere Trainerin, packte direkt mit an. So stand unser Zelt recht bald, und wir konnten die kurze Nachtruhe angehen.

Am ersten Mai schien die Sonne prachtvoll, kein Wölkchen war am Himmel zu sehen. Wir fuhren zügig über den Kanal auf das IJsselmeer und bogen dann zum Training etwas südlich ab, vor das schöne Städtchen Hindeloopen, wo wir trainierten.

Am Morgen, als wir um 11 Uhr rausfuhren, war der Wind gut, aber nicht sehr stark. Wir mussten uns an die Welle und generell an das Revier gewöhnen, also entschied unsere Trainerin Tina, lange Schläge am Wind zu fahren. Wir sollten darauf achten, schnell hoch am Wind und sauber zu segeln. Wie wir am Morgen bereits besprochen hatten, segelten wir für die Mittagspause mit starkem Wind in den kleinen Hafen, in dem wir stationiert waren. Nach einer leckeren Mahlzeit ging es wieder raus aufs Wasser. 

Am Nachmittag segelten wir größtenteils Wettfahrten bei abnehmendem Wind. Gegen 18:45 Uhr waren wir wieder an Land.

Nach dem Training hatten wir noch Zeit, auf der Strandwiese Wikingerschach zu spielen, uns zu bewegen, am Strand ein bisschen zu spielen und anschließend die holländischen Spezialitäten vom Kiosk des Campingplatzes zu probieren – unter anderem Bitterballen und weitere frittierte Köstlichkeiten. Parallel dazu gab es gesunden Salat und selbstgebackenes Brot.

Der zweite Trainingstag stand unter dem Stern eines eher windschwachen Tages. Der Himmel hatte sich zugezogen, und dementsprechend war das Wasser immer wieder bleischwer. Wir wollten den ganzen Tag draußen bleiben, also keine Mittagspause einlegen. Erst am Nachmittag kam ein wenig Wind auf, sodass wir dann noch ganz gut trainieren konnten.

Abends gab es eine kleine Zirkusvorstellung auf der Wiese. Die Eltern durften in den von uns aufgestellten Stühlen zuschauen, und anschließend spielten wir noch ein wenig Wikingerschach und Fußball. 

Es bleibt auch zu erwähnen, dass ein Vater, Stefan, jeden Abend mit uns kleine Rundfahrten auf seinem Schlauchboot angeboten hat und sogar meine Eltern als Fährmann ans andere Ufer übergesetzt hat, sodass sie bequem auf dem Deich nach Workum spazieren konnten. Dafür vielen Dank.

Leider begann es dann in der Nacht stark zu regnen, sodass die Eltern die Campingsachen im Regen abbauen mussten und wir die Optis ebenfalls im Regen aufbauen mussten. Nach einigen Stunden Training bei durchwachsenen Bedingungen mussten wir leider auch im Regen abbauen und im Regen nach Hause fahren. Obwohl es weniger Stau gab, zog sich unsere Rückfahrt dennoch sehr in die Länge, und wir kamen erst kurz vor Mitternacht zu Hause an.

Mein Fazit von diesem Training: 

Es war richtig cool in einer etwas kleineren Gruppe, und wir haben wirklich viel gelernt und Tolles erlebt. Vielen Dank! 

Clara Freudenthal
GER 2050
Landeskader (LK1) Opti A

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