Hessisches Team überzeugt bei der Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaft 2026 am Wannsee

Berlin/Wannsee | 20.–25. Juli 2026

Acht intensive Tage, vier Trainingstage, acht Wettfahrten und unzählige unvergessliche Momente – die Internationale Deutsche Jugendmeisterschaft 2026 der Klassen ILCA 4 und ILCA 6 auf dem Berliner Wannsee hatte alles zu bieten. Das hessische Team stellte sich der starken nationalen Konkurrenz und bewies auf einem der anspruchsvollsten Binnenreviere Deutschlands sein Können.

ILCAS auf dem Wannsee, Annett Philipps

Schon während der Trainingstage wurde klar: Der Wannsee fordert volle Konzentration. Winddreher, Böen und ständig wechselnde Bedingungen machten jede Einheit zu einer wertvollen Vorbereitung. Die Meisterschaft begann mit zwei kräftezehrenden Starkwindtagen. Bei bis zu 22 Knoten Wind kämpften die Seglerinnen und Segler um jeden Meter und jede Position. Am dritten Wettkampftag verlangten leichter Wind bis 11 Knoten, viele Dreher und Böen vor allem taktisches Geschick. Der letzte Tag endete schließlich mit kompletter Flaute, trotz aller Hoffnung konnte keine Wettfahrt mehr gestartet werden. Insgesamt wurden acht Wettfahrten gesegelt. Jeder Start war ein neuer Kampf, jede Tonne eine neue Chance und bis zur Ziellinie wurde um jeden Platz gefightet. Das hessische Team zeigte dabei eine starke und geschlossene Mannschaftsleistung, die von Nils Kronenwerth, Lukas Fangmeyer, Florian Tempel, Leonard Maier, Matteo Giacomini, Konstantin Dany, Lukas Philipps und Johannes Gröner war.

Das hessische Team, Franz Philipps

Besonders herausragend war ein 3. Platz in einer Wettfahrt. Der Grundstein für dieses Spitzenergebnis wurde bereits am Start gelegt: Mit einem nahezu freien Start und der richtigen Entscheidung für die bevorzugte Kursseite konnte ich mich bis zur ersten Luvtonne bereits auf Platz 13 vorarbeiten. Auf dem ersten Vorwindkurs nutzte ich eine freie Bahn und überholte weitere Boote. Auch an der Gate-Tonne traf ich die richtige taktische Entscheidung. Auf der zweiten Kreuz erwischte ich deutlich mehr Wind als der Großteil des Feldes und konnte mich mit jedem Schlag weiter nach vorne arbeiten, bis auf Platz 4. Auf dem letzten Vorwindkurs gelang schließlich der entscheidende Angriff: Ich kämpfte mich noch auf Platz 3 nach vorne und überquerte die Ziellinie überglücklich.

Mit diesem Ergebnis war ich mehr als zufrieden. Es war ein überragendes Gefühl, sich in einem so starken Teilnehmerfeld ganz vorne behaupten zu können, ein Moment, der sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird. Neben diesem Podiumsplatz erreichte das hessische Team in den weiteren Wettfahrten starke Ergebnisse mit mehreren 14. und 15. Plätzen sowie zahlreichen Platzierungen in den Top 20. Diese Resultate zeigen, dass sich das intensive Training und der große Einsatz der Nachwuchsseglerinnen und -segler ausgezahlt haben.

ILCAs, Thomas Laukhardt

Florian Tempel (GER 221307)

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