Am Wochenende 02./03. Mai 2026 fand auf der Krombachtalsperre die Regatta der Klassen 420er und 470er „Westerwälder Knoten – Krombach-Kringel“ statt. Diese Regatta hat in Hessen eine besondere Bedeutung, da sie gemeinsam mit der Riedsee Race am 21./22. März in Biblis ein Teil der Hessenmeisterschaft ist, die zur Ermittlung der Platzierungen der hessischen Crews innerhalb der Saison herangezogen werden.
In beiden Regatten waren ausreichend hessische Crews am Start (6 in Biblis und 5 an der Krombachtalsperre), insgesamt 8 unterschiedliche hessische Crews über beide Veranstaltungen hinweg. Auch wenn Hessen aufgrund seiner geografischen Lage nicht zu den klassischen Segellocations zählt, gibt es hier eine engagierte Segelszene mit mehreren aktiven Vereinen, viel sportlicher Konkurrenz und einer kontinuierlichen Unterstützung durch den Hessischen Seglerverband (HSeV).
Die Krombachtalsperre hat für uns zudem eine besondere persönliche Bedeutung: Im Jahr 2021 nahmen wir hier – während der COVID-Zeit – an einem zweiwöchigen intensiven Opti-Training des HSeV teil, inklusive täglicher Schnelltests, LUCA-App und Maskenpflicht. Umso schöner war es, fünf Jahre später an diesen Ort zurückzukehren und nun in der 420er-Klasse zu segeln.
Wir sind mit zwei sehr konkurrenzfähigen Teams aus der Region gesegelt, die, wie wir auch, im April an der Lupo Cup Regatta in Garda teilgenommen hatten: „Sweet & Salty“ (Marie, SCI / Malin, SCNS) sowie „The Journey“ (Nicolo & Marcelo, FYC). Ergänzt wurde das Feld durch zwei weitere Crews, die relativ neu in die 420er-Klasse eingestiegen sind und auch viel in dieser Regatta gekämpft haben.
Nach der Regatta in Garda, die durch sehr starken Wind geprägt war (siehe Bericht: https://www.frankfurter-yachtclub.de/6-lupo-cup-2026-am-gardasee), stellte die Regatta auf der Krombachtalsperre einen ganz anderen Charakter dar: ausreichender, aber deutlich moderater Wind, mit häufigen Drehern und ausgeprägten Böen. Zudem war das Teilnehmerfeld deutlich kleiner.
Diese Rahmenbedingungen führten insbesondere auf der Kreuz zur Luvtonne zu sehr engen und taktisch anspruchsvollen Wettfahrten. Wir mussten uns untereinander absprechen und koordinieren, um gute Rollwenden zu segeln. Die Positionen wechselten häufig und da zählte jede Wende und taktische Entscheidung. Auf dem Vorwindkursen war gutes Timing beim Spi werfen und bergen gefragt sowie auf die Abdeckungen und Vorfahrtsregeln zu achten, wie zum Beispiel dem Innenraum an der Leetonne.
Insgesamt konnten fünf Wettfahrten durchgeführt werden – vier am Samstag und eine am Sonntag. Mit drei ersten Plätzen und einem zweiten Platz am ersten Regattatag war die Gesamtwertung bereits früh entschieden; die Wettfahrt am Sonntag wurde für uns als Streicher gewertet.
Auch wenn das Teilnehmerfeld überschaubar war, bot die Regatta sowohl sportlich als auch taktisch ein sehr intensives Trainingsumfeld.
Ein herzlicher Dank gilt dem ausrichtenden Segelclub Westerwald (SCWW) sowie dem Hessischen Seglerverband für die Organisation und Unterstützung dieser Veranstaltung.
Elisa Iglesias Sichar
GER 56105





































